Ein Softwareprojekt in einer Schule

Man macht ja viel, wenn man betrunken ist. Vor allem lässt man sich gerne zu Dingen überreden.

So ging es mir im Sommer 2011, alsich auf einer Party in Berlin Frau B. kennenlernte.Die Laune war gut, der Pegel war gut unterfüttert und man kam schnell ins Gespräch. Ach ja, Du arbeitest ja dort, wo ich geboren bin? Oho, an einem Gymnasium, so, so, ja, ja. Ah, ein Schulprojekt, ja, da hätte ich eine Idee.

Drei Bier später war das unterrichtsbegleitende Praxisseminar geplant, am nächsten Morgen natürlich jede Erinnerung daran im sanften nebel des süßen Vergessens entschwunden.

Als nach Tagen die retrograde Amnesie nachlässt, erinnert man sich dann doch:mit Deutsch soll es zu tun haben, eine App soll programmiert werden, man will eine cooleGeschichte erzählen und dabei für die Schülerinnen und Schüler mehr bieten, als sie sonst so im Unterricht geboten bekommen.

Nun gut. Bier hin, Absinth her, die Idee ist auch nüpchtern betrachtet noch ziemlich cool, aber eben auch mit einem haufen Unsicherheiten verbunden:

Wie bekommt man all diese zusätzlichen Termine in die sowieso schon mit durchschnittlich 70 Arbeitsstunden vollgeplanten Wochen?
Welche Erwartungshaltung haben die Kids?
Sind sie überhaupt motiviert?
Was kann man von ihnen fordern, was überfordert sie?
Wie erklärt man Schülern, wie man ein Projekt managed?

Also beginnt die Planungsphase. Ein,zwei, dreiVorgespräche.Mit den Geschäftspartnern, mit der Lehrerin, mit ein paar befreundeten Enwicklern.

Dann werden Termine vereinbart, in den engen Zeitplan gequetscht und plötzlich

geht es los.

(Wird fortgesetzt)

(Text von: Herr Zopf)